Mal Hand aufs Herz, wie wenige Bäckereien backen die Weihnachtsgutsle oder Lebkuchen noch selber? Ist es da nicht schön zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich der Lebkuchenbäckerei verschrieben hat?
Auch wenn ich “eigentlich” jedes Jahr backe, so fehlt mir wohl in diesem Jahr die Zeit vor alles vorne und hinten. Nun, meine Lebkuchen, die ich backe, sind leider nicht so ideal für den Versand - weniger noch meine geliebten Spritzgebäcke oder das Schokobrot, die gehörig durchgeschüttelt eventuell nur als Krümel beim Beschenkten landen würden.
In diesem Jahr verschenke ich selbst gestaltete kleine Keksdosen mit Fotos meiner Katzen und mir. Ideal und qualitativ von “besten Eltern” sind die Pulsnitzer Lebkuchen, die ideal in diese Boxen passen und den Transport sicherlich auch gut überstehen.

Mir das einzig bekannte Haus, in welchem bei Führungen neben süßen Proben der exklusiven Lebkuchen einen kleinen Einblick in den Produktionsalltag erlaubt. Nähere Infos unter Herstellung von Lebkuchen.
Die Firma Pulsnitzer, ein Tradionshaus.
Es gibt kaum ein Gebäck, dass so viele Geheimnisse hat wie Lebkuchen und obwohl Lebkuchen für uns ein traditionelles Weihnachtsgebäck ist, erzählt die Geschichte, so erzählt uns die Bäckerei Pulsnitzer, etwas anderes.
Schriftliche Hinweise und Funde beweisen, das Honigkuchen in Ägypten schon etwa 2000 Jahre vor Christi gebacken wurden. Ihm wurden magische, heilende und lebensspendende Kräfte zugeschrieben. Deshalb wurde er zum Beispiel als Talisman zu einer Schlacht mitgenommen oder als Grabbeigabe verwendet.
Die alten Germanen stellten Honigkuchen her, den sie zur Wintersonnenwende aßen und den sie ihren Toten zur Stärkung mitgaben.
Bevor die Lebkuchenbäckerei im 14. Jahrhundert von Bäckern (Lebküchlern) mit geheimnisvollen Spezialwissen hergestellt wurden, waren es vor allem Klosterschwestern und Klosterbrüder, die den Lebkuchen buken.
Vor 450 Jahren wurde die Pfefferkuchenbäckerei/ Lebkuchenbäckerei erstmals in Pulsnitz urkundlich erwähnt.
Seit dem wird diese Tradition von Generation zu Generation weitergegeben.
Je nach belieben und nach vorhandenen Gewürzen verfeinerte man das Backwerk, das man das ganze Jahr über aß und genoß.
Zu bestimmten Fest- und Feiertagen verzierte man den Lebkuchen mit Ornamenten und Figuren, die sich auf den jeweiligen Anlass bezogen.
Zu dieser Zeit war die Pfefferkuchenbäckerei noch in den Backstuben der Brotbäcker zu finden.
Im 19. Jahrhundert löste sich das ehrbare Gewerbe mehr und mehr von der Brotbäckerei und stellte seit dem ausschließlich Lebkuchen und Gebäcke her.
Die Firma wurde 1884 von Herrn Erich Richter gegründet und bis heute werden die überlieferten Hausrezepte unter strenger Kontrolle angewandt.
1992 übernahm Dieter Frenzel mit seiner Frau Inge und Tochter die Lebkuchenfabrik und führte diese als Familienbetrieb weiter. Seit 2004 liegt die Leitung der Firma in den Händen der Tochter Ines Frenzel.

Ich selber werde eine Freude machen mit “Gefüllten Spitzen mit Sauerkirschfüllung“, sowie “echten Pulsnitzern” Lebkuchen “Extra” mit Rosinen, Mandeln, Orangeat, Zitronat und mit Schokoladenüberzug - 150 g und wie Ihr hier seht ein paar weiteren Leckereien.
